Halbzeit auf der Wies’n für unsere Rösser

Unsere Rösser haben Halbzeit - und sind schon auf dem Weg in den Endspurt

Grund genug, sich mal anzuschauen, wie es den Pferden damit geht: Allen Pferden geht es bestens. Vielleicht mit Ausnahme der beiden jüngeren Pferde, die am Montag gegen zwei erfahrenere ausgetauscht wurden: Sie wären gerne länger auf der Wies’n geblieben und bedauern, dass sie jetzt schon zurück müssen.

Die Jungen haben mit Bravour und viel Spaß den Wies’n-Alltag gemeistert, aber jetzt dürfen die älteren auch noch mit. Sie wären traurig, wenn sie nicht mit auf die Wies’n dürften.

Kutschfahren-Oberland

Apropos Alltag: So sieht ein Wies’n Tag mit unseren Rössern aus

Nachdem die Rösser am Morgen für die Fahrt in Schale geschmissen wurden, geht es um ca. 11:30 Uhr los zur Wies’n. Damit die Pferde genug Bewegung haben, geht es zuerst vom Circus Krone ab ein- oder zweimal um den Bavariaring herum.

Dann sind die Rösser in Ihrer stolzen Hofbräu-Montur von ca. 12:00 bis 15:00 Uhr vor dem Hofbräu-Zelt zu bewundern. Von da geht es weiter auf die alte Wies’n, wo sie sich vor der Schönheitskönigin nochmal von 16:00 Uhr ab präsentieren.

Und um etwa 18:00 Uhr geht es dann zurück zum Circus Krone.

Mit Stolz und Freude auf der Wies‘n

Unsere Oktoberfest-Kutschpferde sind unglaublich stolz in Ihrem Gespann. Sie lieben den Applaus von den Menschen.

Man sieht es Ihnen nicht nur an, sondern man spürt es auch auf dem Kutschbock: Die Freude der Pferde ist „unbandig“ groß!

Luggi Käser

und seine Rösser

Zwischen mir und den Rössern ist eine starke Verbundenheit. Die Rösser sind Herdentiere und keine Rudeltiere wie Hunde. Herdentiere müssen sich in der Herde zurechtfinden. Gerade wenn Sie mit uns Menschen zusammen sind.

Wir sind oft sehr unwissend im Umgang mit Pferden. Wenn wir immer wieder hören, dass es für unsere Rösser aufm Oktoberfest nicht gut gehen würde, der kann sich nicht in die Rösser reinfühlen. Unseren Pferden macht es richtig Spaß. Gerade, wenn man mit Ihnen arbeitet, merkt man das. Ich zeige das gerne allen, die zu uns kommen, und zeige es Ihnen gerne.

Wir haben 10 Brabanter und wir fahren mit 6 Pferden im Zug und tauschen während dem Oktoberfest die Großen auch mal aus.

Selber fahr ich gerne gemütlich und im Schritt. Das ist die natürliche Gangart. Ich mag das Klappern der Hufe im Schritt und finde es herrlich entspannend. Ich bin ein echter Fan des Schrittfahrens. Gerade weil es auch mal langsam geht. Zur Erholung spann ich auch nachts mal allein ein und geh dann raus.

Ich arbeite mit reinem Vertrauen mit den Pferden. Denn Druck erzeugt nur Gegendruck. Es geht mit dem Vertrauen soweit, dass der Fluchtinstinkt der Pferde so minimal wird, dass die Pferde nicht weg wollen. Ich arbeite fast nur mit der Stimme. Das ist so schön zu spüren, wie die Pferde auf die Stimme hören und dich als Herden-Chef akzeptieren.

Unsere Oktoberfest-Kutschpferde sind unglaublich stolz in Ihrem Gespann. Die lieben den Applaus von den Menschen. Du siehst es Ihnen nicht nur an, sondern ich spür es auch auf meinem Kutschbock.

Ich kann gar nicht verstehen, warum die Aktivisten dagegen sind. Die Freude der Pferde ist so unbandig groß.

Vor 3 Jahren mussten wir ein Pferd zu Hause lassen. Am Freitag sind wir im Circus Krone eingezogen und am Samstag kam der Anruf, das Pferd, welches zu Hause blieb, hat ein Kolik. Es gibt bei uns nie Koliken. Es gibt 2 Arten von Koliken: Fütterungskoliken, Belastungskoliken und Streßkoliken.

Der Tierarzt hat dann eine Stresskolik diagnostiziert. Sie hat unter dem Stress gelitten nicht mit aufs Oktoberfest mit zu kommen.

Wie bin ich zu den Rössern gekommen?

Ich habe seit 30 Jahren die Wirtschaft auf dem Urthalerhof. Unsere Brauerei war schon immer das Hofbräuhaus.

Als meine Tochter noch ganz klein war, haben wir ihr ein Pony geschenkt. Meine Eltern hatten schon Rösser in meiner Kindheit. Als der Bulldog da war, wurden die Rösser aufgegeben.

Das Pony konnte ja nicht allein stehen, und deshalb hatten wir dann noch ein weitere angeschafft. Anfang der 80er habe ich dann wieder zum Rossfahren angefangen.

Als das Hofbräuhaus auf mich zukam, habe ich keine 5 Minuten überlegt und gesagt: JA GERN!

Was machen die Rösser wenn sie nicht auf dem Oktoberfest sind?

Wir fahren mit unseren Gästen und fahren mehrmals die Woche im Vierer-Gespann. Die laufen gerne 20 km. Sie arbeiten wirklich gern! Als wir noch Haflinger hatten, habe ich mit dem Haflinger die Brabanter eingeritten. Das hat von der Größe und der Schrittlänge nicht wirklich gepasst. Aber wir haben 6 Monate fast jeden Tag mit ihm trainiert. Der Hafi wollte jeden Tag mitgehen und war richtig beleidigt. Dann hab ich ihn einmal mitgenommen, der hat sich soooo gefreut. Eine unglaubliche Erfahrung.

Unser Offenstall hat eine Fläche von 6500 Quadratmetern.

Wir fangen ganz langsam mit dem Training bei jungen Pferden an. Sie müssen ja alles erst einmal lernen. Die Wege, die Straßen, die Geräusche usw.

Ich hatte mal einen Tierarzt vom Veterinäramt aufm Bock mit dabei. Der war total begeistert, wie die Rösser gelassen durch die Stadt fahren und bei der Ampel entspannt stehen bleiben und wieder los gehen, wenn es grün wird.

Wie war es ohne Rösser früher?

1954 kam bei uns der Bulldog. Das war mein Geburtsjahr. Ich musste als Bub nicht mehr mit den Rössern arbeiten. Aber das war sicher eine ganz schwere Arbeit. Es ging gar nicht ohne unsere Rösser. Sie waren nicht wegzudenken in der Landwirtschaft. Wir würden heute nicht in diesem Luxus und Entwicklung sein, wenn wir diese Entwicklung nicht gehabt hätten.

Mein Vater ist früher mit 2 Gespannen in die Kiesgrube gefahren und hat 2 mal am Tag 6 Kubikmeter Kies geholt. Unsere Tiere haben uns in der Menschheit Jahrtausende geholfen.

Pferde brauchen Bewegung. Sie gehen gerne am Tag 12-15 km – das tut ihnen auch im Stoffwechsel gut. Sie stehen aber auch gerne. Oft auch bei uns im Offenstall stundenlang. Sie stehen da und dösen. Sie laufen nicht immer die ganze Zeit rum. Sie brauchen ja die Energie, wenn wirklich mal Gefahr ist. Sie gehen gerne und rasen nicht die ganze Zeit durch die Gegend. Für die Rösser ist es nicht gut einmal am Tag zu rennen für eine Stunde und dann wieder in die Box gestellt zu werden.

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